WIR BAUEN EINE STERNENLATERNE

STERNBILDER MITHILFE EINER STERNENLATERNE KENNENLERNEN.

Kurzbeschreibung

Bei dieser Aktivität bauen die SchülerInnen eine Sternenlaterne. Dabei erfahren sie, dass Sternbilder von Menschen gemacht wurden und aus Sternen bestehen. Sie lernen, einige dieser Sternbilder zu erkennen.

Ziele

Die SchülerInnen lernen, dass Sternbilder aus mehreren Sternen bestehen. Die SchülerInnen erkennen und benennen verschiedene Sternbilder. Die SchülerInnen entwickeln kreative Kompetenzen und schulen ihre Fantasie, indem sie eine Laterne konstruieren und Zeichnungen anfertigen. Sie beginnen, sich für den Nachthimmel zu interessieren und lernen Präsentationstechniken.

Lernziele

Nach Durchführung dieser Aktivität sind die SchülerInnen in der Lage:

  • bestimmte Sternbilder zu benennen und ihre Form zu beschreiben,

  • zu erklären, dass es sich bei einem Sternbild um ein Muster handelt, das mehrere Sterne verbindet,

  • zu erklären, dass es sich bei Sternbildern um imaginäre Muster handelt, die vor langer Zeit erdacht wurden.

Bewertung

  • Fragen Sie die SchülerInnen, ob sie wissen, was Sterne sind.

  • Ermutigen Sie die SchülerInnen, ihre Sternbilder zu zeigen und zu erklären, was sie darstellen.

  • Ermutigen Sie die SchülerInnen, zu beschreiben, welche Figuren sie in den Sternen sehen.

  • Zeigen Sie am Ende der Aktivität ein Bild des Nachthimmels und fordern Sie die SchülerInnen auf, ein Sternbild zu erkennen oder zu finden.

Materialien

  • Arbeitsblatt (PDF) (Wenn Sie keinen Drucker haben, können Sie ein Modell verwenden, das Sie vorher vorbereiten. Die SchülerInnen verwenden dann für das Sternbild auf der Laterne dieses Modell.)

  • Farbiges A3-Tonpapier, eins pro SchülerIn

  • Laternenlichter, eins pro SchülerIn

  • Sticknadeln und Zeitung

  • Laternenstab, einer pro SchülerIn

  • Krepppapier und Seidenpapier in unterschiedlichen Farben

  • Pinsel

  • A4-Papier oder ausgedruckte Himmelskarten

  • Leuchtfarben (oder normale Farben)

  • Klebe

  • Tacker

  • Schnur

  • Kamera (optional)

Hintergrundinformationen

Was ist ein Stern?

Ein Stern lässt sich als riesige Kugel aus brennenden Gasen, vor allem Helium und Wasserstoff, beschreiben, die von ihrer eigenen Schwerkraft zusammengehalten wird. Sterne geben Licht und Wärme ab und erscheinen als jede Menge heller Punkte am Nachthimmel. Der Stern mit der geringsten Entfernung zur Erde ist die Sonne. Wenn die Entfernung zwischen Erde und Sonne einen Meter betrüge, wäre der nächste Stern (Proxima Centauri) 260.000 km von uns entfernt!

Warum sehen wir die Sterne nachts besser?

Die Sterne stehen ständig am Himmel, tagsüber genauso wie nachts. Aber tagsüber beleuchtet unser eigener Stern, die Sonne, den Himmel so sehr und macht ihn so hell, dass wir die anderen Sterne, die weiter weg sind, nicht so gut sehen können. Auf der anderen Seite ist der Himmel nachts dunkel und das Licht von weiter entfernten Sternen wird sichtbar. Um den SchülerInnen das klar zu machen, können Sie eine Aktivität über Tag und Nacht durchführen.

Ursprung der Sternbilder

Seitdem Menschen das erste Mal über die Erde gewandert sind, haben sie den sichtbaren Himmelskörpern große Bedeutung beigemessen. Im Laufe der Menschheitsgeschichte haben

verschiedene Kulturen den Sternenmustern am Nachthimmel Namen und Mythen zugeschrieben, um sie sich leichter merken und sie einfacher wiedererkennen zu können. Das ist der Hintergrund dessen, was wir als Sternbilder kennen.

Wann wurden die ersten Sternbilder aufgezeichnet?

Bei archäologischen Grabungen wurden sehr alte Zeichnungen gefunden, die vermutlich Sternbilder darstellen, z. B. auf den Wänden eines Höhlensystems im südfranzösischen Lascaux. Letztere sind fast 17.300 Jahre alt. Die alten Griechen waren die ersten, die mehr als die Hälfte der heute von der Internationalen Astronomischen Union anerkannten 88 Sternbilder beschrieben. Zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert n. Chr. fügten europäische Astronomen und Himmelskartographen den 48 zuvor von Ptolemäus beschriebenen neue hinzu; bei diesen neuen Sternbildern handelte es sich in erster Linie um ‚Neuentdeckungen‘ durch Europäer nach der Entdeckung der Südhalbkugel.

Die Menschen nutzten Sternbilder aus vielen unterschiedlichen Gründen. Das beschleunigte die Entdeckung neuer Sternbilder. Die ersten Nutzungen waren wahrscheinlich religiöser Natur, aber die Sternbilder hatten vor allem praktischen Nutzen. In der Landwirtschaft beispielsweise halfen die Sternbilder vor der Erfindung von Kalendern dabei, zu wissen, wann die Jahreszeiten anfangen. Außerdem dienten sie Seefahrern und Entdeckern als Orientierungshilfe auf ihrem Weg über die Erde. Auch heute noch verwenden AstronomInnen die Namen der Sternbilder, um herauszufinden, wo am Himmel sich ein Sternbild befindet.

Darstellung der Sternbilder

Auf Sternkarten wird die Form eines Sternbildes meist als Linienmuster dargestellt. Zu den bekannteren zählen Orion und der Große Bär (siehe Darstellung unten). Die IAU definiert ein Sternbild allerdings nach seiner Begrenzung (angegeben durch Himmelskoordinaten) und nicht nach seinem Muster. Dasselbe Sternbild kann daher in der Darstellung unterschiedliche Varianten aufweisen.

Sternbilder sind von Sterngruppen oder Asterismen zu unterscheiden. Sterngruppen sind Muster oder Formen aus Sternen, die nichts mit den bekannten Sternbildern zu tun haben, bei Laien oder innerhalb der Gemeinschaft der AmateurastronomInnen aber weithin bekannt sind. Zu den Sterngruppen gehören die sieben hellen Sterne des Großen Bären, die in Europa als ‚Großer Wagen‘ und in den USA als ‚Big Dipper‘ bezeichnet werden.

Der Große Wagen ist ein Teil des Sternbilds Großer Bär.

Angepasster Text von der Sternbildseite der Internationalen Astronomischen Union, http://www.iau.org/public/themes/constellations/.

Vollständige Beschreibung der Aktivität

Vorbereitung

Kopieren Sie für die Aktivität ‚Wir bauen eine Sternenlaterne‘ die Sternbilder vom Arbeitsblatt auf mehrere A3-Blätter unterschiedlicher Farbe. Stellen Sie den SchülerInnen Lichter für die Laternen zur Verfügung oder lassen Sie sie selbst welche mitbringen.

Bild: Dieses von der Erde aus geschossene Foto zeigt eine Weitwinkelansicht des Sternbilds Rabe und einen Teil des Sternbilds Wasserschlange. Bildnachweis: NASA, ESA, Z. Levay (STScI) und A. Fujii

Aktivität 1: Welche Sternbilder erkennt ihr?

Schritt 1:

Setzen Sie sich mit den SchülerInnen in einen Kreis. Fragen Sie die SchülerInnen, ob sie wissen, was Sterne sind.

Schritt 2:

Erklären Sie, dass man die Sterne nachts am besten sieht. Sterne geben ständig Licht ab, aber tagsüber leuchtet unser Stern, die Sonne, so hell, dass wir die anderen nicht sehen.

Schritt 3:

Legen Sie die Zeichnungen der Sternbilder auf dem Arbeitsblatt in den Kreis. Bei den gezeigten Sternbildern handelt es sich, von oben nach unten, um: Löwe, Fische und Skorpion.

Schritt 4:

Ermutigen Sie die SchülerInnen, zu beschreiben, welche Figuren sie in den Sternen sehen. Erläutern Sie, dass wir diese Figuren Sternbilder nennen.

Schritt 5:

Gehen Sie die Sternbilder durch, beschreiben Sie die Form und erklären Sie, wie das Sternbild heißt. Erläutern Sie, dass die Menschen früher dachten, dass die Sterne so aussehen würden, wenn man sie verbände.

Aktivität 2: Wir bauen eine Sternenlaterne

Schritt 1:

Geben Sie jedem Kind ein A3-Blatt mit der Kopie eines Sternbildes, eine Sticknadel und eine dicke Lage Zeitungspapier.

Schritt 2:

Fordern Sie die SchülerInnen auf, Löcher in die Punkte des Sternzeichens zu stechen, während sie die Zeitung als Unterlage verwenden. Ermutigen Sie sie, die Löcher groß zu machen, weil das Licht sonst nicht gut durchscheint.

Schritt 3:

Rollen Sie den Tonkarton zu einem Zylinder und tackern Sie die Kanten zusammen.

Schritt 4:

Stechen Sie oben zwei Löcher in das Papier und ziehen Sie ein Stück Schnur hindurch.

Schritt 5:

Hängen Sie die Laterne an den Stab und verwenden Sie ein Stück Schnur, um die Lampe in die Laterne zu hängen. Fertig sind die Laternen.

Tipp: Ermutigen Sie die SchülerInnen, kleine Kugeln aus Krepppapier zu formen. Diese können Sie dann so auf die Laterne kleben, dass sie die Löcher nicht verdecken. Wenn die SchülerInnen mit dem Verzieren fertig sind, stellen Sie die Laternen beiseite, um sie trocknen zu lassen. Sie können die Laternen von innen mit buntem Seidenpapier bekleben. So erzielen Sie eine hübsche Wirkung.

Aktivität 3: Lassen wir die Sterne scheinen

Schritt 1:

Löschen Sie das Licht und/oder schließen Sie die Rollläden im Klassenzimmer.

Schritt 2:

Fordern Sie die SchülerInnen auf, ihre Laternen anzuknipsen.

Schritt 3:

Fragen Sie sie, was sie auf ihrer Laterne sehen.

Schritt 4:

Erläutern Sie, dass die Lichtpunkte auf ihrer Laterne ein Sternbild bilden. Die Lichter sind die Sterne.

Optional: Fotografieren Sie jedes Kind mit seiner Laterne und drucken Sie die Fotos aus. Kann man die Sternbilder auf den Fotos erkennen? Vergleichen Sie das Sternbild mit einem echten Bild des Himmels.

Sie können auch Fotos von anderen bekannten und hellen Sternbildern zeigen.

Schritt 5:

Erläutern Sie, dass wir nicht ständig dieselben Sternbilder sehen können; einige sind nicht das ganze Jahr über sichtbar. Das hat damit zu tun, dass sich die Erde um sich selbst und um die Sonne dreht. Das vermittelt uns den Eindruck, die Sterne würden sich bewegen.

Bild: Illustration des ‚Tierkreisstreifens‘ mit einigen der Sternbilder und dem, was sie darstellen sollen. Bildnachweis: LPI USRA

Entwerft euer eigenes Sternbild

Schritt 1:

Die SchülerInnen malen mit Leuchtfarben ihr eigenes Sternbild auf Papier oder eine Himmelskarte. Sie können ihm jede beliebige Form geben. Entweder nutzen sie dafür echte Sterne auf einer Himmelskarte oder denken sich auf einem Blatt Papier neue aus.

Schritt 2:

Erklären Sie, dass sie entweder Punkte malen (welche die einzelnen Sterne repräsentieren) oder mit der Leuchtfarbe gleich das ganze Sternbild zeichnen können. Lassen Sie die Zeichnungen auf der Fensterbank oder in der Nähe der Heizkörper trocknen.

Schritt 3:

Wenn die Zeichnungen getrocknet sind, verdunkeln Sie das Klassenzimmer. Ermutigen Sie die SchülerInnen, ihre Sternbilder zu zeigen, ihnen einen Namen zu geben und zu erklären, was sie darstellen.

Schritt 4:

Zeigen Sie am Ende der Aktivität ein Bild des Nachthimmels und fragen Sie die SchülerInnen, ob sie ein Sternbild erkennen oder finden.

Schritt 5:

Ermutigen Sie die SchülerInnen, einmal den echten Nachthimmel zu betrachten und nach Sternbildern zu suchen.

Sicherheitshinweis: Bei dieser Aktivität kommen Sticknadeln zum Einsatz; die SchülerInnen müssen beaufsichtigt werden.

Lehrplan

Space Awareness curricula topics (EU and South Africa)

Our wonderful Universe, stars, constellations

Space Awareness curricula topics (EU and South Africa)

Our Wonderful Universe, stars, constellations

National Curricula UK

KS1 - Art and Design: use drawing, painting, and sculpture to develop and share their ideas, experiences, and imagination.

Zusätzliche Informationen

Um zu überprüfen, ob die besprochenen Sternbilder zum Zeitpunkt der Durchführung am Himmel zu sehen sind, können Sie eine kostenlose Software wie Stellarium (http://stellarium.org/) herunterladen. Am besten verwenden Sie bekannte und helle Sternbilder wie Kassiopeia, Großer Bär, Orion oder Schwan.

Fazit

Die SchülerInnen basteln eine Laterne. Bei dieser Aktivität lernen die SchülerInnen, dass sich Menschen Sternbilder ausgedacht haben. Sie lernen, dass ein Sternbild aus mehreren Sternen besteht und können einige von ihnen erkennen.

This resource was developed by ESERO NL/ESA, peer-reviewed by astroEDU, and revised by Space Awareness.

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Lehrplanthema
stars, constellations
Übergeordnetes wissenschaftliches Konzept
Schlüsselwörter
Stars, constellations
Altersgruppe
6 - 10
Bildungsebene
Primary School, Informal
Zeit
1h30
Gruppengröße
None
Überwachung aus Sicherheitsgründen
Supervised
Kosten
Expensive (> 25 EUR)
Ort
Indoors (small, e.g. classroom)
Kernkompetenzen
Asking questions, Developing and using models, Communicating information
Art der Lernaktivität
Fun learning
Autor der Aktivität
NEMO Science Museum, ESERO NL / ESA
Link zur ursprünglichen Aktivität
Archive
Zugehörige Ressourcen